FoodHub München

Für eine gesunde und nachhaltige Ernährung in München

Mitgliederversammlung beim Münchner Ernährungsrat am 22. Juli 2025
Seit diesem Jahr ist FoodHub Mitglied beim Münchner Ernährungsrat e.V. (MER) und steht sogar mit einem Gutschein für einen Probeeinkauf im vom MER herausgegebenen (und schon vergriffenen), sehr gelungenen und erfolgreichen GOOD FOOD GUIDE 2025.

Ein Ernährungsrat, wozu?
Um an der Gestaltung der Ernährungspolitik auf städtischer Ebene aktiv teilnehmen zu können. Ein Ziel, das uns bei FoodHub ebenfalls am Herzen liegt.

Namen ist Omen
Die Milchstraße in Haidhausen scheint prädestiniert für die Beherbergung des Ernährungsrats! Und in der Tat passt diese kleine Straße und seine z. T. reizenden Häuser zu der quirligen, sehr aktiven Truppe des MERs.
Was dieses weibliche Team, unterstützt von unzähligen (auch da mehrheitlich weiblichen) Ehrenamtlichen, auf die Beine stellt, ist erstaunlich und wirklich bewundernswert: In der Parterrewohnung, die als Büro dient, wimmelt es an Projekte, Ideen, Initiativen und alle werden mit unermüdlichem Elan und ansteckender Begeisterung verwirklicht. Folgerichtig denkt man an einem Bienenstock …
Kooperationen auf allen möglichen Ebenen, wie z.B. mit der MVHS oder Berufsschulen, mit Biohöfen oder BUND e.V. in Bayern, sind in langjähriger Arbeit entstanden und tragen die Idee der gesunden Ernährung weiter. Breitgefächerte Vernetzungen werden stetig erweitert und führen zu gelungenen Synergien, ob bei der Schul- und Institutionsverpflegung oder dem Erreichen von potenziell interessierten StadtpolitikerInnen. Auch eine Wiesn, die sich auf mehr Bio einstellt, ist kein Tabu-Thema. Und Ernährungsgerechtigkeit in der reichen Stadt München, wo viele Menschen in prekären Verhältnissen – ein nicht rühmlicher Paradox! – keinen Zugang zu gesunder Lebensmitteln haben, ist ebenfalls ein Anliegen im Fokus des MERs.
Mit Ernährungsräten aus anderen Städten werden ebenfalls die Beziehungen intensiviert und den Austausch in Zukunft verstärkt.
Dennoch bleibt die Hauptfrage: Wie erweitert man den Radius, wie erreicht man andere Kreise, als die üblichen „Verdächtigen“, um sie für das Thema gesunde und Klima angepasste Ernährung aufmerksam und empfänglich zu machen? Neben Quartiersküchen wird eine Zusammenarbeit mit großen Firmen, die sich sogar Input wünschen, angestrebt: Bei der Stadtsparkasse wurden schon Workshops gehalten, und auch Teile von AWS‘ Belegschaft hat durchaus Interesse signalisiert und sich schulen lassen.

Zukunftweisende Snacks für unseren Genuß
Mit einer „Fensterbar“ wurden wir beim schönsten Wetter draußen auf dem Gehsteig in Empfang genommen, aber drinnen wurde nach der ordentlichen Mitgliederversammlung klimafreundlich aufgetischt, mit hausgemachten Knabbereien wie Linsen-Knäckebrot und gerösteten Sojabohnen – süß und salzig – und einer ebenfalls selbstgemachten Foccacia mit Rucola und Kirschtomaten, sowie anschließendem rote Johannisbeerkuchen. Mit den richtigen Rezepten werden neue Anreize geschaffen, und sie sind eine Einladung über den Tellerrand zu schauen, wie die Zukunft der Ernährung in unserer Stadt aussehen könnte, wenn Kräfte dafür mobilisiert werden. In diesem Sinne tüfteln die Fleißigen ebenfalls an einer Mitgliederkampagne zur Kommunalwahl, unter dem Titel „Gutes Essen für alle“.

Als Zusammenarbeit mit dem MER plant FoodHub-Schwabing das Thema „faire Ernte“ wieder aufzugreifen und zu vertiefen im Rahmen eines Workshops bei der MVHS mit dem Film The Pickers als Einführung.

Laurence, Team Schwabing

Danke an den MER für die Bereitstellung der Fotos